Einige Aktive der BI führten am 09.04. ein Gespräch mit Herrn Otmar Birkner. Er ist Geschäftsführer der Flugplatz Hildesheim GmbH und gleichzeitig auch des Tragschrauber-Herstellers AutoGyro, sowie des Fallschirmsprung-Veranstalters SkyDive GmbH.

Herr Birkner zeigte sich offen für die Anliegen der BI und versicherte glaubhaft, auch er sei interessiert, dass der Flugbetrieb möglichst „umfeldverträglich“ durchgeführt werde.

Bi. Hi. gegen Fluglärm bei AutoGyro GmbH

v.l.n.r. Hr. Lange (Bi), Fr. Schupp (Bi), Hr. Schulz (Bi), Hr. Birkner AutoGyro GmbH

Die wichtigsten Ergebnisse zu unseren Forderungen:

Start- und Landeanflüge nicht über Wohngebieten
Piloten werden von Herrn Birkner und von der Flugleitung aufgefordert, die Platzrunde einzuhalten. Abweichungen davon sollten
sofort telefonisch an den Tower gemeldet werden; die Telefonnummer ist 05121 / 52172.
Alternativ können auch Fotos mit erkennbarer Flugzeugkennung und Zeitstempel per Mail an
s.schubert@flugplatz-hildesheim.de gesendet werden.

Ruhezeiten für Tragschrauber und Luftsportler

Schließzeiten des Flugplatzbetriebs sind für Herrn Birkner nicht akzeptabel. Er will aber versuchen, am Wochenende z.B. in der Mittagszeit für 2-3 Stunden die Landegebühren deutlich (um ein Mehrfaches) anzuheben, um auf diesem Wege Ruhephasen zu generieren. Dies sollte, wenn die Landesluftfahrtbehörde zustimmt, kurzfristig ab Mai 2018 möglich sein.

Er hat uns auch Hoffnungen gemacht, die Konzentration der besonders nervenden langsamen Tragschrauberflüge in geringer Höhe auf dem Weg zu attraktiven Rundflugzielen, verringern zu können. Zu diesem Zweck will er die Tragschrauberpiloten (insbes. Flugschulen, die Rundflüge anbieten) ansprechen, nicht so häufig über bestimmte Wohngebiete wie z.B. Barnten oder die Marienburger Höhe zu fliegen. Auch hier gilt: Wer sich belästigt fühlt, sollte sofort den Tower anrufen, s.o.

Die Tragschrauber leiser zu machen, sei technisch nicht möglich, da der Lärm nicht vom Motor komme, sondern von nicht vermeidbaren Luftgeräuschen am Propeller.

Lärmreduzierung beim Fallschirmsport

Hier ist bereits etwas geschehen: Das Absetzflugzeug wurde umgerüstet und ist jetzt spürbar leiser, wie unsere Mitglieder in Drispenstedt und Himmelsthür bestätigen. Allerdings ist beabsichtigt, den Sprungbetrieb stark auszubauen.

Es bleibt im Hinblick auf die Absetzflugzeuge die Hoffnung auf gewisse Ruhephasen durch mittägliche Landegebühren-Erhöhung, s.o.

Fazit

Das Gespräch hat Hoffnung gemacht, dass die Lärmbelastungen zumindest ein Stück weit reduziert werden können. Wichtig ist, dass sich alle gestörten Bürgerinnen und Bürger beim Flugplatz-Tower unter 05121 / 52172 melden.
Wir werden in den nächsten Wochen feststellen, ob die verabredeten Maßnahmen greifen werden.